Wirkflächen
Informationen zu Wirkflächen und Berechnungsarten
Mehrere Wirkflächen in einer Gruppe erstellen.

- Wirkflächenname - beliebiger Name wählbar -> nicht zu lang, Buchstaben und Zahlen sind zugelassen und Kombinationen
- Wirkfläche aktivieren - Wirkfläche ist bereit zur Berechnung und aktiv geschaltet (Wirkflächennr. ist fett dargestellt mit einem Sternchen)
- Wirkfläche löschen - Löschen der gesamten Wirkfläche
- Sprinkler selektieren - Sprinkler der Wirkfläche zuordnen oder abwählen, diese können auch mehreren Wirkflächen/Gruppen zugeordnet oder abgewählt werden.
- Sprinkler anzeigen - Sprinkler der Wirkfläche anzeigen
- Neue Auslegungsparameter - Neue Untergruppe zur Wirkfläche anlegen (Informationen zu den Auslegungsparametern der Berechnung)
- Wirkfläche berechnen - Wirkfläche kann direkt berechnet werden -> Tip: Es können mehrere Berechnungsergebnisse hintereinander angezeigt werden (SpriCalc wird mehrfach geöffnet), indem man bei einer zweiten Berechnung aus der Wirkfläche die STRG-Taste gedrückt hält. Ergebnisse können nun miteinander verglichen werden. Das geht nicht über den Berechnungsknopf in der Menüleiste!
- Wirkflächentyp - Auswahl günstig oder ungünstig ist aber nicht berechnungsrelevant und nur für den Bericht
Zu diesen Funktionen gibt es auch ein Rechtsklickmenü:

- Arbeitsweise
- siehe Kapitel Berechnungsart
- Berechnung nach Hazen-Williams-Formel
Im Normalfall wird der Druckverlust im Rohrnetz nach der Hazen-Williams-Formel (Standard) berechnet. Diese Formel kann aber nur bei Wasser verwendet werden.
Außerdem wird die Hazen-Williams-Formel nicht für Netze mit hohen Drücken über 40bar angewendet z.B. Hochdruckwasserlöschanlagen.
- Berechnung nach Darcy-Weisbach-Formel
Anwendung der Formel nach Darcy-Weisbach zur Berechnung.
Diese Berechnungsart ist ein kostenpflichtiges Zusatzmodul und ist nicht im Standard-Lieferumfang enthalten.
Beispiel Berechnung mit Wasser für eine Hochdruckwasserlöschanlage (in dem Fall bei 20°C, möglicherweise ist die Berechnung mit geringeren Temperaturen durchzuführen, siehe passende Vorschrift)

Die Materialkenngrößen Fluiddichte (in kg/m²) und Viskosität (in mm²/s) des Mediums werden benötigt.
Liegt beim Medium die dynamische Viskosität vor, kann diese in der unteren Zeile eingetragen werden und dann wird die kinematische Viskostiät in Abhängigkeit von der Fluiddichte automatisch vom Programm errechnet. (Leeres Feld kinematischen Viskosität wird mit einem Ergebniswert gefüllt)
SpriCAD rechnet dann mit der kinematischen Viskosität weiter.
Bei der Darcy-Weisbach-Formel muss die Rohrrauigkeit in mm direkt angegeben werden. Diese ist Bestandteil der Formel (Herstellerunterlagen prüfen)
Bei der Hazen-Williams-Formel dagegen ist die Rauigkeit mittelbar im C-Wert eines Rohres enthalten. (Herstellerunterlagen prüfen)
Bei der Darcy-Weisbach-Berechnung wird die Eintragung im C-Wert ignoriert.
- Berechnung mit variabler Viskosität
Im Zuge der Einführung von flourfreien Schaummitteln wurde ein neues passendes Berechnungsmodul entwickelt.
Da die meisten flourfreien Premixe scherverdünnendes Verhalten aufweisen, kann man diese nicht mehr mit den Standardberechnungsmethoden wie Hazen-Williams- oder Darcy-Weisbach-Methode berechnen.
Es wurde ein geeignetes Berechnungsmodell entwickelt, dass das genannte Verhalten abbildet.
"Eine strukturviskose Flüssigkeit ist ein nichtnewtonsches Fluid, dessen Viskosität bei zunehmender Scherung abnimmt.
Strukturviskosität, auch Scherentzähung genannt, ist die Eigenschaft eines Fluids, bei hohen Scherkräften eine abnehmende Viskosität zu zeigen. D. h., je stärker die Scherung ist, die auf das Fluid wirkt, desto weniger viskos (dünnflüssiger) wird es. Im Englischen wird solch ein Fluid daher shear-thinning genannt, im Deutschen also scherverdünnend, was gelegentlich als Synonym für strukturviskos verwendet wird."(Quelle Wikipedia).
Es gibt also keine konstante Viskosität in den Rohrleitungen vom Einspeisepunkt bis zum Sprinkler mit der gerechnet werden kann.
Als Basis für diese neue Berechnungsart dienen rheologische Messdaten der Premixe, die im Programm hinterlegt sind. (Fehlende Premix-Kurven und die korrekten Werte für Ihr zu verwendendes Schaummittel bitte beim Hersteller erfragen!) Diese können über die Premix-Tabelle ergänzt werden. Danach stehen diese zur Auswahl bereit.

Wichtig: Zum Zeitpunkt des Roll-Outs dieser Version standen uns nicht ausreichend rheologische Daten der Premixe seitens der Schaummittelhersteller zur Verfügung!
Es gibt eine Warnmeldung wegen unvollständiger rheologischer Daten. Dies wird auch auf dem Deckblatt des Berichts ausgewiesen. Die Berechnung wird zwar ausgeführt, bricht aber bei 250 1/s ab. Der Bericht wird nicht erzeugt.


Für die Berechnung mit variabler Viskosität müssen die Druckverluste der Armaturen und Formstücke über einen Durchfluss-/Druckverlust-Koeffizienten abgebildet werden und nicht über deren Äquivalentlänge.
K-Faktor für die Formstücke und Kv-Wert für die Armaturen mit den Herstellerunterlagen abgleichen!
Sie können Ihre bestehenden Äquivalentlängentabellen mit Hilfe des Voreinstellungsprogramms, Reiter Einbauteile, automatisch umrechnen oder Werte direkt an die Einbauteile eintragen.
Wenn Sie mit Durchfluss-/Druckverlust-Koeffizienten rechnen und im Voreinstellungsprogramm die Umrechnung erfolgt ist, werden die dort eingetragenen Werte automatisch zur Berechnung herangezogen.
Das Einbauteil muss allerdings in der Äquivalentlängentabelle geführt sein. Die Absperrklappe z.B.fehlt dort (Manuelle Eintragung - Default-Wert -1 - Symbol kann nicht gesetzt werden.)
- Lösungsmethode (Iterationsverfahren)
Es stehen jetzt mehrere Iterationsverfahren für Berechnungen zur Auswahl.
Diese können für alle Berechnungsmethoden eingesetzt werden, außer die Berechnung mit variabler Viskosität (hier nur die Verfahren nach Hardy-Cross oder Globales Gradientenverfahren nach Todini/Pilati):

- Ausgleich des Wasserflusses - Standard-Iterationsverfahren wie in Version 5 (nicht für Berechnung mit variabler Viskosität)
- Globales Gradientenverfahren nach Todini/Pilati - empfohlen für Darcy-Weisbach-Berechnung und Berechnung mit variabler Viskosität (Berücksichtigung der Durchfluss-/Druckverlust-Koeffizienten von Einbauteilen!)
- Ausgleich des Druckverlustes nach Hardy-Cross - empfohlen für Darcy-Weisbach-Berechnung und Berechnung mit variabler Viskosität (Berücksichtigung der Durchfluss-/Druckverlust-Koeffizienten von Einbauteilen!) Nicht empfohlen für hochvermaschte Systeme!
- Fließzeitberechnung
Knoten selektieren
ab wo die Fließzeit berechnet werden soll - siehe auch Voreinstellungen und Berechnungsart (Keine Auswahl: Standardberechnung ab Einspeisepunkt)
Diese wird außerdem kontinuierlich in einer zusätzlichen Spalte im Bericht für jeden Sprinkler ab dem definierten Knoten angezeigt.

- Sachbearbeiter und Datum der Berechnung
Es kann ein anderer Sachbearbeiter als der des Projekts eingetragen werden. Dieser wird dann für diese Berechnung auf dem Deckblatt sichtbar.Wenn im Wirkflächendialog ein Sachbearbeiter eingetragen ist, kann übergeordnet in der Projektverwaltung niemand eingetragen werden. Ein bereits dort hinterlegter Sachbearbeiter wird dann gelöscht.