Unter Arbeitsweise werden wichtige Eingaben zur Berechnung hinterlegt.

- Arbeitsweise mit 3 Varianten zur Berechnung
Der Anwender gibt einen konstanten Druck am Einspeisepunkt vor.
- Vorgabe des ungünstigsten Sprinklers
Der Anwender gibt ein Strangrohr und einen Sprinkler an
- Automatisch. Berechnung des ungünstigsten Sprinklers
Hier werden die beiden ersten Verfahren kombiniert.
Zunächst gibt der Anwender einen Druck am Einspeisepunkt vor. (Default-Wert 20bar ist empfohlen)
Dieser Druck sollte höher sein, als der der am Ende der Berechnung bestimmt wird.
Das Programm bestimmt mit diesem vorgegebenen Druck am Einspeisepunkt den ungünstigsten Sprinkler.
Im zweiten Durchlauf wird dieser dann als ungünstigster Sprinkler vorgegeben.
Es wird der im ersten Durchgang berechnete Druck am Einspeisepunkt verwendet.
Es kann entweder eine der folgenden Tabellen verwendet werden.

oder eine eigene Tabelle erstellt werden. Wenn Sie Ihre Tabelle aus der Version 5 wieder verwenden möchten, dann tauschen Sie die Datei AEQUIVAL.DAT im Pfad C:\Users\IHR BENUTZER\AppData\Local\IDAT GmbH\Sprinkler\V6\Core gegen Ihre eigene aus der Version 5 aus.(Pfad Version 5: C:\Users\IHR BENUTZER\AppData\Local\IDAT GmbH\SpriCalc).
Wenn die eigenen Äquivalentlängentabellen mit den neuen Tabellen kombiniert werden sollen, dann müssen die eigenen Tabellen exportiert werden, die neue Tabelle wie vorher beschrieben wieder geladen werden und über die Exportdatei die eigene Tabelle importiert werden.
Hinweis: WinSprink muss immer wieder geschlossen werden und wieder geöffnet werden, sobald eine Änderung der Datei AEQUIVAL.DAT durchgeführt wurde. Erst dann wird die neue Datei erkannt.
Nicht alle Rohrarten sind in den Standard - Äquivalentlängentabellen enthalten.
Es ist daher ratsam, eine eigene Tabelle zu erstellen.
Die angefügten Tabellen sind für gängige Rohrarten in der Sprinklertechnik gedacht, während Äquivalentlängen für Rohrbögen und Winkel aus der VdS-Vorschrift übernommen wurden.
Die Längen der Bauteile können je nach Hersteller variieren, insbesondere bei Alarmventilstationen. Informationen zu Bauteillängen finden Sie in den Herstellerunterlagen.
Die Werte in unserer Tabelle sind nur grobe Richtwerte für die Erstplanung.
Bitte berücksichtigen Sie in der endgültigen Berechnung die Äquivalentlängen gemäß den Herstellerangaben.
- Wirkfläche
- Über die Nr. der Wirkfläche wird gesteuert, welche Sprinkler in die Berechnung gehen sollen. Für jeden zu berechnenden Sprinkler auf einem Strangrohr wird eine Wirkflächennummer angegeben.
- Die Markierung von günstig oder ungünstig ist nicht berechnungsrelevant und markiert im Bericht welche Art von Wirkfläche berechnet wurde.
- Berechnungsmodell
- Berechnung nach Hazen-Williams-Formel (Standardberechnungsmethode)
- Im Normalfall wird der Druckverlust im Rohrnetz nach der Hazen-Williams-Formel (Standard) berechnet. Diese Formel kann aber nur bei Wasser verwendet werden. Außerdem wird die Hazen-Williams-Formel in der Regel nicht für Netze mit hohen Drücken über 40bar angewendet z.B. Hochdruckwasserlöschanlagen.
- Die Rauigkeit des Rohres wird über den passenden C-Wert des Rohres abgebildet. (Herstellerunterlagen/Vorschrift prüfen!)

- Berechnung nach Darcy-Weisbach-Formel (Zusatzmodul)
- Anwendung der Formel nach Darcy-Weisbach zur Berechnung. Diese Berechnungsart ist ein kostenpflichtiges Zusatzmodul und ist nicht im Standard-Lieferumfang enthalten. Beispiel: Berechnung mit Wasser für eine Hochdruckwasserlöschanlage (in dem Fall bei 20°C, möglicherweise ist die Berechnung mit geringeren Temperaturen durchzuführen, siehe passende Vorschrift)
- Die Materialkenngrößen Fluiddichte (in kg/m²) und kinematische Viskosität (in mm²/s) des Mediums werden benötigt.

- Bei der Darcy-Weisbach-Formel muss die Rohrrauigkeit in WinSprink in 1/100 mm angegeben werden. (Herstellerunterlagen prüfen). Nach Umstellung des Berechnungsmodells zu Darcy-Weisbach-Modul wird der Eingabewert für die Rohrrauigkeit verändert. Die Eingabe der neuen passenden Rohrrauigkeit muss manuell erfolgen. Beispiel: Rohrrauigkeit 0,5mm entspricht in 1/100mm dem Wert 50.

- Berechnung Variable Viskosität (Zusatzmodul)
- Im Zuge der Einführung von flourfreien Schaummitteln wurde ein neues passendes Berechnungsmodul entwickelt. Da die meisten flourfreien Premixe scherverdünnendes Verhalten aufweisen, kann man diese nicht mehr mit den Standardberechnungsmethoden wie Hazen-Williams- oder Darcy-Weisbach-Methode berechnen. Es wurde ein geeignetes Berechnungsmodell entwickelt, dass das genannte Verhalten abbildet.
- "Eine strukturviskose Flüssigkeit ist ein nichtnewtonsches Fluid, dessen Viskosität bei zunehmender Scherung abnimmt.Strukturviskosität, auch Scherentzähung genannt, ist die Eigenschaft eines Fluids, bei hohen Scherkräften eine abnehmende Viskosität zu zeigen. D. h., je stärker die Scherung ist, die auf das Fluid wirkt, desto weniger viskos (dünnflüssiger) wird es. Im Englischen wird solch ein Fluid daher shear-thinning genannt, im Deutschen also scherverdünnend, was gelegentlich als Synonym für strukturviskos verwendet wird."(Quelle Wikipedia).
- Es gibt also keine konstante Viskosität in den Rohrleitungen vom Einspeisepunkt bis zum Sprinkler mit der gerechnet werden kann.
- Als Basis für diese neue Berechnungsart dienen rheologische Messdaten der Premixe, die im Programm hinterlegt sind. (Fehlende Premix-Kurven und die korrekten Werte für Ihr zu verwendendes Schaummittel bitte beim Hersteller erfragen!) Diese können über die Premix-Tabelle ergänzt werden. Danach stehen diese zur Auswahl bereit.

Wichtig: Zum Zeitpunkt des Roll-Outs dieser Version standen uns nicht ausreichend rheologische Daten der Premixe seitens der Schaummittelhersteller zur Verfügung!
Es gibt eine Warnmeldung wegen unvollständiger rheologischer Daten. Dies wird auch auf dem Deckblatt des Berichts ausgewiesen. Die Berechnung wird zwar ausgeführt, bricht aber bei 250 1/s ab.Der Bericht wird trotzdem erzeugt, ist aber nicht korrekt. In diesem Fall müssen die rheologischen Daten des jeweiligen Premixes erweitert werden. Fragen Sie hierzu den Hersteller.
Beispiel für eine unvollständige Berechnung:
Fehlermeldung:


Beispiel für eine vollständige Berechnung. Die rheologischen Daten des Herstellers reichen aus:

Für die Berechnung mit variabler Viskosität müssen die Druckverluste der Armaturen und Formstücke über einen Durchfluss-/Druckverlust-Koeffizienten abgebildet werden und nicht über deren Äquivalentlänge.
K-Faktor für die Formstücke und Kv-Wert für die Armaturen mit den Herstellerunterlagen abgleichen!
Sie können Ihre bestehenden Äquivalentlängen mit Hilfe des Programms Äquivalentlängentabelle, automatisch umrechnen oder Werte direkt an die Einbauteile eintragen(mit SL = Sonderlänge).
Wenn Sie mit Durchfluss-/Druckverlust-Koeffizienten rechnen und im Voreinstellungsprogramm die Umrechnung erfolgt ist, werden die dort eingetragenen Werte automatisch zur Berechnung herangezogen.
Das Einbauteil muss allerdings in der Äquivalentlängentabelle geführt sein. Die Absperrklappe z.B.fehlt dort (Manuelle Eintragung als SL) CHECK
- Anlagenart
- Die Auswahl der Nass- oder Trockenanlage etc. beeinflusst auch die Auswahl des Alarmventils aus der Äquivalentlängentabelle.
- z.B. Nassanlage - Äquivalentlänge des Nassalarmventils aus der Spalte "Nassalarmventil", gemäß gewählter Dimension, wird zur Berechnung herangezogen (Kennzeichnung V). Im Bericht wird "Nassanlage" markiert.
- Berechnungsmethode (Iterationsverfahren)
- Es stehen jetzt mehrere Iterationsverfahren für Berechnungen zur Auswahl.Diese können für alle Berechnungsmethoden eingesetzt werden, außer die Berechnung mit variabler Viskosität (hier nur die Verfahren nach Hardy-Cross oder Globales Gradientenverfahren nach Todini/Pilati):

- Ausgleich des Wasserflusses - Standard-Iterationsverfahren wie in Version 5 (nicht für Berechnung mit variabler Viskosität!)
- Globales Gradientenverfahren nach Todini/Pilati - empfohlen für Darcy-Weisbach-Berechnung und Berechnung mit Variabler Viskosität (Berücksichtigung der Durchfluss-/Druckverlust-Koeffizienten von Einbauteilen!)
- Ausgleich des Druckverlustes nach Hardy-Cross - empfohlen für Darcy-Weisbach-Berechnung und Berechnung mit Variabler Viskosität (Berücksichtigung der Durchfluss-/Druckverlust-Koeffizienten von Einbauteilen!) Nicht empfohlen für hochvermaschte Systeme!
- Auswahl Druckverlust der Armaturen über deren äquivalente Länge oder Druckverlustkoeffizient bei Berechnung Variable Viskosität.

- Fließzeitberechnung
- Es kann die Fließzeit ab Einspeisepunkt berechnet werden bis zu den Sprinklern (Voreinstellung).Es gibt eine Spalte Fließzeit. Diese wird an jedem Sprinkler angezeigt.
- Es kann die Fließzeit aber auch ab einem bestimmten Rohr gerechnet werden z.B. H1-1
